Ratgeber

Was kostet KI-Beratung für Unternehmen? Stundensatz, Pauschalen, was drin sein sollte

Die vier üblichen Abrechnungsformen, unsere eigenen Zahlen, die sechs Unterlagen, die am Ende vorliegen sollten — und was Beratung nicht leisten kann.

Stand: 18. August 2026 · MCP Baldux

KI-Beratung wird in vier Formen abgerechnet: nach Stunden, als Workshop-Pauschale, als monatlicher Retainer oder als enthaltener Bestandteil eines Entwicklungsabos. Bei MCP Baldux stecken die Stunden in jeder Managed-Stufe — 2 Stunden ab 1.900 € im Monat, 30 Stunden bei Enterprise; zusätzliche Stunden kosten 349 €. Entscheidend für den Wert ist nicht der Satz, sondern was am Ende schriftlich vorliegt.

Die vier Abrechnungsformen — und wann welche passt

Wer Angebote für KI-Beratung vergleicht, vergleicht meistens Zahlen, die verschiedene Dinge messen. Vier Formen sind üblich, und sie unterscheiden sich weniger im Preis als darin, wer das Risiko trägt, wenn es länger dauert als gedacht.

FormWie abgerechnet wirdPasst, wenn
Stundensatzgearbeitete Stunde, offen nach obender Umfang vorher nicht feststeht
Workshop-Pauschalefester Betrag für einen oder mehrere Tageein abgegrenztes Thema geklärt werden soll
Retainermonatlicher Betrag für abrufbare Zeitlaufend Fragen anfallen, aber kein Projekt
Im Abo enthaltenStunden sind Bestandteil der Entwicklungsleistungam Ende Software entstehen soll

Der Unterschied zwischen den ersten drei und der vierten Form ist der wichtigste: Bei Stundensatz, Pauschale und Retainer endet die Leistung mit einer Empfehlung. Wer danach bauen lässt, beauftragt ein zweites Mal — und an der Übergabe zwischen beiden geht regelmäßig etwas verloren, weil die Person, die den Ablauf verstanden hat, nicht die Person ist, die ihn umsetzt.

Was KI-Beratung bei MCP Baldux kostet

Wir rechnen Beratung nicht als eigene Position ab, sondern führen sie in jeder Managed-Stufe mit. Der Grund ist derselbe wie oben: Was in der Beratung entschieden wird, ist die Vorgabe, gegen die anschließend gebaut, geprüft und abgenommen wird. Wer zusätzliche Stunden braucht, bekommt sie zu 349 € — und nur nach ausdrücklicher Zustimmung, nie automatisch.

StufePreis im MonatEnthaltene Beratungsstunden
Start1.900 €2 Std.
Dedicated3.900 €5 Std.
Scale6.900 €10 Std.
Team10.000 €15 Std.
Enterpriseab 18.000 €30 Std.

Für ein einzelnes Festpreis-Projekt gilt dasselbe in anderer Verpackung: Die Architekturarbeit steckt im Betrag ab 8.900 €, und die Analyse davor ist kostenlos. Eine Beratung, die nichts kostet und zu nichts verpflichtet, ist damit der übliche erste Schritt — sie endet mit einem strukturierten Plan und einer Einschätzung, wie viele geprüfte Freigaben das Vorhaben braucht.

Alle Beträge sind Nettopreise. Für Kunden in der EU gilt bei Unternehmen das Reverse-Charge-Verfahren, für Kunden in der Schweiz die Schweizer Bezugsteuer.

Was am Ende vorliegen sollte — sechs Unterlagen

Eine Beratung ist so viel wert wie das, was danach schriftlich da ist. Die folgenden sechs Ergebnisse decken die Entscheidungen ab, die man später am teuersten korrigiert. Als Prüfmaßstab taugen sie für jedes Angebot, auch für ein fremdes: Fehlt eines davon, wird es später in der Umsetzung nachgeholt — dann aber unter Zeitdruck.

  1. Wir analysieren den Ist-Zustand — Ergebnis: Prozesslandkarte mit Sonderfällen.
  2. Wir legen fest, welches System führt — Ergebnis: Entitäten, Beziehungen, führendes System.
  3. Wir klären, wer was sehen darf — Ergebnis: Rollenmodell mit Rechtematrix.
  4. Wir planen den Fehlerfall mit — Ergebnis: Schnittstellenplan inkl. Fehlerverhalten.
  5. Wir streichen, was Sie nicht brauchen — Ergebnis: Dokumentierte Abgrenzung.
  6. Wir legen fest, wann es fertig ist — Ergebnis: Abnahmekriterien je Funktion.

Zwei Punkte darin werden regelmäßig unterschätzt. Die Nicht-Ziele sind der Posten, an dem am meisten Budget gespart wird: Was ausdrücklich nicht gebaut wird, muss auch nicht bezahlt, geprüft und gepflegt werden. Und das Fehlerverhalten der Schnittstellen entscheidet über den Aufwand mehr als die Zahl der Bildschirme — der Normalfall ist einfach, die Architektur entscheidet sich am Ausfall der Gegenstelle.

Warum die Beratung vor dem Bauen den Preis senkt

Der Reflex, die Beratung zu überspringen, ist verständlich — sie erzeugt nichts Lauffähiges. Die Zahlen zur KI-Entwicklung sprechen trotzdem dagegen, und zwar aus einem Grund, der wenig mit Beratung und viel mit Prüfung zu tun hat.

Veracode testete 2025 über 100 KI-Sprachmodelle: 45 % der erzeugten Code-Beispiele enthielten Schwachstellen aus den OWASP Top 10, bei Java waren es 72 %. Neuere und größere Modelle schrieben funktionaleren, aber keinen sichereren Code. Das heißt für die Planung: Der Bau ist nicht mehr der Engpass, die Prüfung ist es — und je klarer vorher feststeht, wogegen geprüft wird, desto weniger Runden braucht es.

Der Bitkom nannte 2025 als die beiden größten Hürden beim KI-Einsatz Rechtsunsicherheit und fehlendes Know-how, beide bei 53 % der befragten Unternehmen ab 20 Beschäftigten. Auch das sind keine Werkzeugfragen. Sie werden in einem Termin mit den Leuten geklärt, die den Ablauf täglich machen — nicht durch die Wahl eines Modells.

Was KI-Beratung nicht leistet

  • Keine Rechtsberatung. Welche Pflichten Ihr Haus konkret treffen, klärt Ihre Rechtsabteilung oder eine Kanzlei. Wir ordnen ein und verweisen auf die amtlichen Quellen.
  • Keine Förderberatung. Für KI-Vorhaben gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz Förderprogramme von Bund und Ländern; welche passen, klärt Ihr Steuerberater oder die zuständige Förderbank.
  • Keine Schulung im Umgang mit allgemeinen KI-Werkzeugen. Dafür braucht es uns nicht.
  • Keine Zusage einer Wochenzahl bis zur ersten lauffähigen Fassung. Aus der Zahl der Freigaben und Ihrer gebuchten Kapazität ergibt sich die Laufzeit — vorher wäre jede Angabe geraten.

Was übrig bleibt, ist die Arbeit, die sich nicht automatisieren lässt: zuhören, den Ablauf mit seinen Ausnahmen aufnehmen, entscheiden, welches System bei Widerspruch führt, und aufschreiben, woran am Ende erkennbar ist, dass es fertig ist.

Häufige Fragen zu den Kosten von KI-Beratung

Was kostet eine Stunde KI-Beratung?

Bei MCP Baldux 349 € für zusätzliche Stunden; die enthaltenen Stunden jeder Managed-Stufe kosten nichts extra. Marktweit gibt es keine belastbare Vergleichszahl für Beratungsstundensätze, deshalb nennen wir hier keine — was sich belegen lässt, ist unser eigener Satz.

Ist die Beratung im Abo wirklich enthalten oder ein Lockangebot?

Enthalten, mit Stundenzahl je Stufe: 2 Stunden bei Start, 10 bei Scale, 30 bei Enterprise. Wer mehr braucht, bucht zum veröffentlichten Satz dazu — und nur nach eigener Zustimmung.

Was bekomme ich am Ende der Beratung in die Hand?

Bis zu sechs schriftliche Unterlagen: Prozesslandkarte mit Sonderfällen, Datenmodell mit führendem System, Rollenmodell mit Rechtematrix, Schnittstellenplan samt Fehlerverhalten, dokumentierte Nicht-Ziele und Abnahmekriterien je Funktion. Gegen diese Unterlagen wird anschließend gebaut und abgenommen.

Brauche ich vorher eine KI-Strategie?

Nein. Ein Strategiepapier ohne umgesetzten Ablauf altert schneller, als es geschrieben ist. Sinnvoller ist ein erster Vorgang, der beschrieben, gebaut, geprüft und gemessen wird; die Reihenfolge für die nächsten ergibt sich daraus.

Gibt es Förderung für KI-Beratung?

Für KI-Vorhaben gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz Förderprogramme von Bund und Ländern; welche passen, klärt Ihr Steuerberater oder die zuständige Förderbank. Wir sind keine Förderberatung, nennen keine Programme und rechnen keine Förderung in ein Angebot ein.

Was kostet die erste Analyse?

Nichts. Sie schildern das Vorhaben, ein strukturierter Plan entsteht sofort, ein Mensch geht ihn durch und meldet sich innerhalb von zwei Arbeitstagen. Bis zur Beauftragung entstehen keine Kosten, und der Festpreis für ein Projekt beginnt danach bei 8.900 €.

Quellen

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