Ratgeber

Software entwickeln lassen: Kosten 2026 — Agentur, Freelancer, KI-Entwicklung im Vergleich

Warum Stundensätze die falsche Vergleichsgröße sind, welche vier Größen den Preis wirklich treiben und welches Abrechnungsmodell zu welchem Vorhaben passt.

Stand: 18. August 2026 · MCP Baldux

Was Software entwickeln lassen kostet, entscheidet nicht der Stundensatz, sondern der Umfang: Zahl der Schnittstellen, Tiefe der Datenmigration, Rollen und Rechte sowie die vereinbarte Abnahmetiefe — der Satz sagt nur, wie eine Stunde bepreist wird, nicht wie viele es werden.

Die vier Kostentreiber

Wer drei Angebote vergleicht und dabei auf den Satz schaut, vergleicht die falsche Zahl. Der Satz ist der Preis der Stunde; teuer wird ein Projekt an der Stundenzahl. Vier Größen bestimmen sie fast vollständig.

  • Umfang — nicht die Zahl der Bildschirme, sondern die Zahl der Regeln, die dahinter gelten. Ein Formular mit fünf Sonderfällen ist teurer als drei Formulare ohne.
  • Schnittstellen — jede Anbindung braucht ein geklärtes Verhalten für den Fall, dass die Gegenstelle schweigt. Das ist der Posten, der in Schätzungen am häufigsten fehlt.
  • Datenmigration — Altdaten sind selten so sauber, wie sie im Gespräch klingen. Die Frage, was mit widersprüchlichen Datensätzen geschieht, kostet eigene Arbeit.
  • Abnahmetiefe — je genauer vorher festgelegt wird, wann etwas als fertig gilt, desto weniger wird am Ende verhandelt. Die Festlegung selbst kostet Zeit und spart sie mehrfach zurück.

Ein fünfter Punkt senkt den Preis stärker als jede Verhandlung: die Liste dessen, was bewusst nicht gebaut wird. Der teuerste Teil eines Projekts ist der, den später niemand benutzt.

Marktkontext: was eine Stunde kostet — und warum das wenig sagt

Belegt ist der Preis der Stunde. Der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap nennt auf Basis von rund 5.400 Befragten im DACH-Raum einen durchschnittlichen Stundensatz von 103 € über alle Fachrichtungen, nach 104 € im Vorjahr. In der Auswertung des Herausgebers liegen IT-Freelancer bei 95 €, Software- und Webentwicklung bei 90 €, ERP-Spezialisierung bei 120 €.

Erhebung 2026Stundensatz
Alle Fachrichtungen, Durchschnitt103 €
IT-Freelancer DACH (Auswertung des Herausgebers)95 €
Software- und Webentwicklung90 €
ERP-Spezialisierung120 €

Was in keiner dieser Erhebungen steht: wie viele Stunden ein bestimmtes Vorhaben braucht. Genau daran entscheidet sich die Rechnung. Ein Satz von 90 € bei 900 Stunden ist teurer als 120 € bei 500 — und keine der beiden Zahlen steht im Angebot, bevor jemand den Ablauf gesehen hat. Deshalb ist die einzige belastbare Frage an einen Anbieter: Was kostet das Ergebnis, nicht die Stunde.

Festpreis, Zeit und Material, Abo — welches Modell wann passt

ModellWer trägt das SchätzrisikoPasst, wenn
Festpreisder Anbieterder Umfang lässt sich vorher einfrieren und ändert sich absehbar nicht
Zeit und Materialder Auftraggeberdie Richtung ist klar, die Einzelheiten entstehen unterwegs
Abo auf Kapazitätgeteiltes wird laufend gebaut und geändert, ohne jedes Mal neu zu verhandeln

Die Grenze zwischen Festpreis und Abo verläuft ungefähr dort, wo zum zweiten Mal etwas dazukommt. Für ein abgeschlossenes Vorhaben mit klarem Rand ist der Festpreis günstiger, weil Schätzrisiko und Nacharbeit im Betrag stecken. Sobald nach der Übergabe weitergebaut wird, dreht sich das: Im Abo kostet die nächste Änderung keine neue Verhandlungsrunde.

Zeit und Material hat in der reinen Form ein Problem, das mit KI-Werkzeugen größer geworden ist: Abgerechnet wird der Aufwand, nicht das geprüfte Ergebnis. Wenn ein Modell in Minuten Code erzeugt, den anschließend jemand tagelang nachvollzieht, zahlt der Auftraggeber genau die Arbeit, die vermieden werden sollte.

Was es bei MCP Baldux kostet

Abgerechnet wird nicht Zeit, sondern die geprüfte Freigabe — eine abgeschlossene, von vier Rollen kontrollierte Arbeitseinheit. Prüfrunden und Nachbesserungen zählen nicht auf Ihr Kontingent, weil sie zur Leistung gehören und nicht zum Verbrauch.

WegPreisPasst, wenn
Festpreis-Projektab 8.900 €, typisch 8.900 – 35.000 €ein abgegrenztes Vorhaben mit klarem Rand
Managed im Monatab 1.900 € für 30 Freigabenlaufend bauen und ändern an einer eigenen Anwendung
BetriebServer ab ca. 5 € / Monat, Vertrag auf Ihren Namendie Anwendung läuft, Sie sind Vertragspartner
Größe des VorhabensGeprüfte Freigaben
Klein25 – 40
Mittel60 – 100
Groß150 – 300

Verbindlich wird die Zahl nach der Analyse; sie ist kostenlos und verpflichtet zu nichts. Eine Wochenzahl bis zur ersten lauffähigen Fassung sagen wir vorher nicht zu — sie hängt am Umfang, und eine erfundene Zusage hilft niemandem. Alle Stufen mit Ober- und Untergrenze stehen offen auf der Preisseite; wer den Rahmen für sein eigenes Vorhaben durchspielen will, findet dort auch den Rechner.

Häufige Fragen zu den Kosten der Softwareentwicklung

Was kostet es 2026, eine Software entwickeln zu lassen?

Bei MCP Baldux beginnt ein Festpreis-Projekt bei 8.900 €, der typische Rahmen liegt bei 8.900 – 35.000 €. Wer laufend bauen lässt, bucht Kapazität ab 1.900 € im Monat. Am Markt hängt der Betrag an Umfang, Schnittstellen, Datenmigration und Abnahmetiefe — nicht am Stundensatz.

Warum nennen Sie keinen Stundensatz?

Weil er die falsche Hälfte der Rechnung beschreibt. Belegt ist der Marktpreis der Stunde — der Freelancer-Kompass 2026 nennt 103 € im Durchschnitt, 90 € für Software- und Webentwicklung. Nicht erhoben ist die Stundenzahl je Vorhaben, und genau daran entscheidet sich der Preis. Wir bepreisen deshalb das geprüfte Ergebnis.

Festpreis oder Abo — was ist günstiger?

Für ein abgeschlossenes Vorhaben mit klarem Rand der Festpreis: Schätzrisiko und Nacharbeit stecken im Betrag. Wird nach der Übergabe weitergebaut, ist das Abo günstiger, weil die nächste Änderung keine neue Verhandlung kostet. Die Grenze liegt ungefähr dort, wo zum zweiten Mal etwas dazukommt.

Was kostet eine App?

Derselbe Rahmen: ab 8.900 € als Festpreis. Den Preis bestimmen Nutzerrollen, Schnittstellen und Datenmodell; die Zahl der Bildschirme sagt darüber wenig. Gebaut werden Web-Anwendungen, die im Browser und auf dem Telefon laufen — eine eigene Anwendung für den App-Store ist ein eigenes Thema für die Analyse.

Wie lange dauert es?

Den strukturierten Plan sehen Sie sofort beim Einreichen, ein Mensch geht ihn durch und meldet sich binnen zwei Arbeitstagen. Eine Wochenzahl bis zur ersten lauffähigen Fassung sagen wir vorher nicht zu. Nach der Analyse steht, wie viele geprüfte Freigaben Ihr Vorhaben braucht — daraus ergibt sich die Laufzeit.

Gibt es versteckte Kosten?

Zwei Posten kommen zum Preis hinzu, und beide stehen offen: der Server, der auf Ihren Namen läuft und ab ca. 5 € / Monat beginnt, sowie das, was Sie später an Weiterentwicklung beauftragen. Prüfrunden und Nachbesserungen zählen nicht auf Ihr Kontingent.

Quellen

Weiterlesen

← Alle Ratgeber-Artikel

Unverbindlich · kostenlos

Ihr Vorhaben — geprüft gebaut.

Fünf Minuten schildern, den Rest übernehmen wir.

30 Minuten sprechen

Kostenlos bis zur BeauftragungAntwort innerhalb von zwei Arbeitstagenservice@baldux.com