Lexikon

Was ist eine Freigabe?

Eine Freigabe ist eine geprüfte Arbeitseinheit: ein Plan, der den Council vollständig durchlaufen hat und signiert übergeben wird.

Zuletzt aktualisiert: 18. August 2026 · Baldux GmbH

Eine Freigabe ist immer eine vollständig geprüfte Einheit, kein Zwischenstand. Sie entsteht erst, wenn alle vier Prüfrollen tragen; was durchfällt, geht in die Nachbesserung und wird nicht gezählt. Versuche, Abbrüche und zusätzliche Prüfrunden gehen deshalb nie zulasten des Kunden — bezahlt wird ein Ergebnis, nicht der Weg dorthin.

Bei MCP Baldux ist die Freigabe zugleich die Abrechnungseinheit. Statt nach Stunden oder Codezeilen wird nach geprüften Freigaben gerechnet. Das macht Aufwand vergleichbar und Kosten planbar: In den Managed-Stufen buchen Sie eine feste Zahl Freigaben pro Monat, bei der Engine wird je Prüfung abgerechnet, beim Festpreis-Projekt steckt die Zahl im vereinbarten Umfang.

Wie viele Freigaben ein Vorhaben braucht, hängt vom Umfang ab. Als Größenordnung: Ein kleines Vorhaben — etwa ein Kundenportal mit Login, Auftragsübersicht und PDF-Abruf, eine Datenquelle, zwei Rollen — liegt bei 25 bis 40 Freigaben. Ein mittleres mit zwei Schnittstellen, Rollen und Rechten, Terminbuchung und Auswertung bei 60 bis 100. Ein großes mit mehreren Modulen, Automatisierungen zwischen Abteilungen und Datenmigration bei 150 bis 300. Verbindlich wird die Zahl nach der kostenlosen Analyse.

Ein Hinweis zum Wort, weil es doppelt belegt ist: „Freigabe“ meint hier die abgerechnete, geprüfte Arbeitseinheit. Wenn Sie als Kunde entscheiden, dass etwas gebaut werden soll, ist das eine andere Handlung — auf den Seiten heißt sie „Plan bestätigen“. Die eine ist eine Eigenschaft des Ergebnisses, die andere Ihre Entscheidung.

Warum überhaupt eine eigene Einheit? Weil die üblichen Alternativen schlecht messen, was ein Kunde bekommt. Stunden messen Anwesenheit, nicht Ergebnis; Codezeilen belohnen Umständlichkeit; „Story Points“ sind eine Schätzung und keine Größe. Eine Freigabe ist dagegen an einer Bedingung festgemacht, die man nicht schönreden kann: Vier unabhängige Rollen haben zugestimmt.

Ein Beispiel für den Zuschnitt: „Kunden sehen nur ihre eigenen Aufträge“ ist eine Freigabe — abgeschlossen, prüfbar, für sich benutzbar. „Die Hälfte der Rechteverwaltung“ ist keine, weil sich daran nichts prüfen ließe. Deshalb schwankt die Größe einzelner Freigaben in Aufwand, aber nie in Verbindlichkeit.

Praktisch heißt das für die Planung: Reicht die gebuchte Kapazität nicht, sagen wir das, bevor das Kontingent aufgebraucht ist. Laufendes wird fertiggestellt; Sie gehen eine Stufe hoch, die ab dem laufenden Monat gilt, oder machen im nächsten Monat weiter. Eine Rechnung, der Sie nicht vorher zugestimmt haben, entsteht nicht.

Und eine Zeitangabe hängt ebenfalls daran: Aus der Zahl der Freigaben und Ihrer gebuchten Kapazität ergibt sich, wie viele Monate ein Vorhaben läuft. Deshalb verkaufen wir Kapazität statt Wochen. Wie viele Prüfrunden ein Schritt braucht, weiß vorher niemand. Wie viele geprüfte Ergebnisse ein Monat bringt, dagegen schon.

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